Genossenschaften: Der Ruf nach günstigen Wohnraum

Günstiger Wohnraum ist in Zürich knapp. Die Zürcher Genossenschaften werden mit Wohnungsanfragen überhäuft und trotz zahlreichen Neubauprojekten kommen nicht alle Interessenten zum Zuge. Der Tagesanzeiger hat mehrere Wohnbaugenossenschaften zu der Thematik befragt.

Alle Genossenschaften betonen, dass sie den Prozess möglichst fair abwickeln würden. «Wir sind bestrebt, für alle Gesellschaftsschichten, unabhängig von Geschlecht, Zivilstand, Religion und Nationalität, offen zu sein», schreibt etwa die FGZ. Man wolle eine gute Durchmischung und so gleichsam «im Kleinen ein Abbild der Bevölkerung bilden». Auszug Tagesanzeiger.

Die von eMonitor entwickelte Software zur fairen und vereinfachten Vergabe von Wohnraum. Die Applikation erleichtert die Prozesse und fördert die soziale Durchmischung / Mieter-Mix.

Zusammen mit der FGZ hat eMonitor auch die im Tagesanzeiger erwähnte Adaption (Mietselect) der MiMo-Software entwickelt.

15 externe Ausschreibungen hat die FGZ mit der neuen Vermietungssoftware online erfasst – vor allem Kleinwohnungen mit 1 bis 2 Zimmern. Das Zeitfenster für eine Bewerbung ist relativ klein. Die FGZ nimmt in der Regel nur 10 bis 15 Onlineanträge entgegen. Ist die Maximalzahl erreicht, verschwindet das Inserat wieder vom Netz. Die FGZ habe die Zahl der Onlinebewerbungen beschränkt, um die Eingänge besser bewältigen zu können, sagt Obrecht. «Wir wählen nicht besser aus, wenn wir mehr Bewerbungen berücksichtigen. Wir müssen nur mehr Absagen erteilen.»

Noch steckt die Mietselect-Anwendung in der Pilotphase. Im Herbst will die FGZ ein Fazit ziehen. «Bis jetzt sind wir sehr zufrieden damit. Es sieht so aus, als ob die Software unseren Vorstellungen entspricht», sagt Obrecht. Er hofft, dass später auch ein RSS-Feed für die Wohnungsanzeigen eingerichtet werden kann. «Wir müssen aber zuerst prüfen, ob unsere Seite die nötigen Kapazitäten dafür aufweist.» Auszug Tagesanzeiger.

Die Software wird zur Zeit von mehreren Zürcher Wohnbaugenossenschaften eingesetzt, wie Kraftwerk1, mehr als wohnen, Kalkbreite, dem Wohnungsverwalter Regimo und neu auch von der ABZ.

Headerbild (CC BY 2.0) von Patrick Tschudin via Flickr