Nachfragemonitor

Einblicke in die Schweizer Wohnungsmarkt-Dynamik

Intro

„Wer sucht was wo?“, „Wer findet was wo?“ und „Wer kann gar nicht erst suchen?“ – Antworten auf diese Fragen liefert der Nachfragemonitor. Es handelt sich dabei um ein öffentliches Instrument zur Analyse von Mietwohnungsmärkten und deren Nachfragestrukturen auf hoher räumlicher Aggregationsstufe.

Meira Coralic, 10. November 2023

Der Nachfragemonitor

Der Nachfragemonitor wurde von Corinna Heye, Co-Founderin von emonitor, zusammen mit der HSLU und mit der Unterstützung des Bundesamts für Wohnungswesen entwickelt. Im Kern zielt der Nachfragemonitor darauf ab, Fragen wie „Wer sucht was wo?“, „Wer findet was wo?“ und „Wer kann gar nicht erst suchen?“ zu beantworten. Das Tool basiert auf öffentlichen Daten, die mit Informationen aus den Vermietungsprozessen und Vermietungsinseraten verknüpft sind. Diese vielschichtige Datenverknüpfung ermöglicht einen differenzierten Diskurs über die Verfügbarkeit, Verteilung und Kosten von Wohnraum für Haushalte.

Der Nachfragemonitor bietet somit eine fundierte Grundlage, um verschiedene wirtschaftliche und gesellschaftliche Fragen zu beantworten, wie beispielsweise:

  • Wie wohnt die Schweiz? Wohnungsgrösse, Flächenkonsum, Haushaltsgrösse, etc.
  • Wie würde die Schweiz gerne wohnen, und wer bekommt welche Wohnung?

  • Wie viel kostet eine Wohnung, und welche Haushaltstypen können sich ihre Wohnung wie gut leisten?

  • Wo ist der Mietmarkt für welchen Wohnungstyp angespannt oder entspannt?

Dabei können alle Indikatoren nach Markt-, Haushalts-, Wohnungstypen und Einkommensklassen unterschieden sowie direkt verglichen werden.

Relevanz

Die gegenwärtige Lage auf dem Schweizer Wohnungsmarkt präsentiert sich als vielschichtig und komplex. Die Frage, ob sich der Wohnungsmarkt der Schweiz in einer Notlage befindet, lässt sich nicht pauschal beantworten, da sich die Mietwohnungsmärkte auf regionaler Ebene stark differenzieren. Städte wie Zürich, Genf und die Zentralschweiz erleben angespannte Mietmärkte, die nicht unmittelbar mit den Bedingungen im Jura oder Tessin vergleichbar sind.

Diese Nuancen betont Daniel Steffen, Immobilienexperte, Dozent und Mitentwickler des Nachfragemonitors, im Interview mit der Hochschule Luzern. In Bezug auf die künftige Entwicklung der Wohnverhältnisse äussert er, dass die Nachfrage nach Wohnraum aufgrund des Bevölkerungswachstums und des Anstiegs von Einzelhaushalten weiterhin hoch bleiben wird. Dazu kommt, dass die Neuerstellung von Wohnraum seit 2019 rückläufige ist. Obwohl das Investitionsvolumen in den letzten Jahren weitgehend konstant blieb, verzeichnet der Bau geplanter Wohnungen im Vergleich zu früheren Jahren einen Rückgang. „Das Angebot scheint nicht auf die Knappheit am Markt zu reagieren.“

Weitere Einblicke zu den Gründe für die zurückhaltende Wohnungsbauaktivität sowie das vollständige Interview mit Daniel Steffen finden Sie hier.

Mit dem Nachfragemonitor stellen wir der Öffentlichkeit ein nützliches Werkzeug bereit, um den unterschiedlichen Nuancen des Schweizer Wohnungsmarktes näher zu kommen. Die fundierte Datengrundlage soll nicht nur dazu beitragen, die aktuellen Herausforderungen besser zu verstehen, sondern auch Entscheidungsprozesse auf regionaler und nationaler Ebene zu erleichtern. Auf diese Weise setzen wir uns nachhaltig für eine umfassendere Transparenz auf dem Schweizer Wohnungsmarkt ein. 

 

Hier finden Sie den Nachfragemonitor

Meira, unser Trainee im Bereich Marketing & Growth Hacking, unterstützt das Marketing-Team  bei der Gestaltung unseres Contents auf der Unternehmenswebseite und in den sozialen Medien. Ihr Organisationstalent zeigt Sie vor allem, wenn es um die Planung und Gestaltung von Events geht. Neben Ihrer Vorliebe für kulinarische Abenteuer, verpackt Sie unsere Unternehmensbotschaft in vielfältigen Formen von Videos bis zu informativen Blogbeiträgen.

Meira Coralic

Trainee B2B Marketing & Growth Hacking, emonitor AG

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